Als traditionell ausgebildete Silberschmiedin bin ich stets auf der Suche nach innovativen Techniken und neuen Möglichkeiten im Umgang mit Metall.

Im Zentrum meiner künstlerischen Arbeit steht die Materialforschung und der Versuch, die Grenzen zwischen Keramik, Textil und Metall auszuloten. Dabei erforsche ich die Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit mit Kupfer und Silber. Durch experimentelle Oberflächenbehandlungen entstehen keramisch anmutende Strukturen, während ich zugleich die Schnittstelle zwischen Textil und Metall untersuche.

Fossilium ist das jüngste Ergebnis dieser Materialforschung. Das Werk erinnert an einen historischen Fund, der an die Fragmente eines uralten Kokons denken lässt. Die Fragmente erzählen die Geschichte eines mysteriösen Wesens, das einst aus seiner Hülle entkommen ist. Die Überreste dieses Ausbruchs lagen über Jahrtausende hinweg der Witterung und Bakterien ausgesetzt. Schwefel und Oxidation hinterließen ihre Spuren auf der Oberfläche und prägten ihre heutige Erscheinung.

In diesem Zusammenspiel von Material, Zeit und Veränderung liegt zugleich die Geschichte und die Zukunft des Werkes. Die Oberfläche bleibt offen für die Einflüsse ihrer Umgebung und wird sich im Laufe der Zeit weiter verändern.